Bahnforum Visegrád. Eisenbahnen von der Bernsteinküste bis Pannonien

Normale Version: Bratislava trachtet nach mancherlei Umsteigeterminals
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Bratislava, 4. April (TASR) - Die Terminals für den integrierten Personenverkehr (TIOP) Lamačská brána und Vrakuňa in Bratislava sind vor dem Baubeginn. Den eigentlichen Bauarbeiten geht die Erstellung der Projektunterlagen voraus, die Verträge mit den Auftragnehmern wurden bereits unterzeichnet. Sowohl das TIOP Lamačská brána, das fast acht Millionen Euro kostet, als auch das TIOP Vrakuňa, das weniger als vier Millionen Euro kostet, sollen bis Ende 2023 fertiggestellt werden. Beide werden aus EU-Mitteln finanziert.
"Die Ausschreibung wurde so gemacht, dass derjenige, der den Zuschlag erhält, auch die Projektdokumentation erstellen und anschließend die Bauarbeiten durchführen wird. In diesen Tagen können die Planungsarbeiten beginnen, und sobald sie abgeschlossen sind, kann mit der Umsetzung begonnen werden", sagte Ján Kušnír, Berater des Verkehrsministers, am Montag auf einer Pressekonferenz.
Im Rahmen des TIOP Lamačská brána wird eine integrierte Haltestelle für Eisenbahnen, öffentliche Verkehrsmittel, Radfahrer und Fußgänger geschaffen, die barrierefrei sein wird. Es umfasst den Bau von zwei Bahnsteigen auf der zweigleisigen Strecke, d. h. in Richtung Devínská Nová Ves und Lamač. Außerdem wird es einen Selbstbedienungsterminal für den Kauf von Fahrkarten, Informationen und ein Kamerasystem geben. Dieses Projekt umfasst auch den Ausbau der Saratovská-Straße, die durch eine neue Brücke oder einen Tunnel unter der Bahnlinie hindurchgeführt und an die bestehende Infrastruktur angeschlossen werden soll.
Laut dem Leiter des Ministeriums für Verkehr und Bauwesen (MDV) der Slowakischen Republik, Andrej Doležal (Partei Sme rodinina), ist für die Zukunft auch der Bau eines dritten Gleises vorgesehen. Der Bürgermeister von Bratislava Dúbravka, Martin Zat'ovic, glaubt, dass das Projekt "nach x Jahren" erfolgreich sein wird.
Der Bau des Terminals in Vrakuna dürfte etwas einfacher sein, da es sich um eine eingleisige Bahnstrecke handelt. "Es ist eine einfachere Konstruktion. Die Umsetzung wird sogar noch früher erfolgen, sie ist von nichts abhängig", so Kušnír. Ihm zufolge ist die Ausarbeitung der Projektdokumentation in diesem Fall eine Angelegenheit von einigen Monaten. Auch die anschließende Bauzeit sollte kürzer sein. Auch in diesem Fall ist der Fertigstellungstermin nicht bekannt, aber die Arbeiten müssen wie im Fall des TIOP Lamačská brána bis Ende 2023 abgeschlossen sein. Dies ist entscheidend für die Inanspruchnahme von EU-Mitteln.
Das TIOP Ružinov befindet sich ebenfalls in der Planungsphase und soll ebenfalls bis Ende 2023 fertiggestellt werden. Nach Ansicht des Ministeriums für Verkehr und Bau scheint der Standort Železná studnička in Zusammenarbeit mit einem privaten Investor realistisch zu sein, aber auch der Standort Bosákova-Straße in Petržalka, wo Eisenbahn-, Straßenbahn- und Busverkehr miteinander verbunden werden sollen. TIOP in Devínská Nová Ves oder Nová Garda mit einem Umsteigeknoten Vinohrady-predmestie sind ebenfalls geplant. "Wir werden weiterhin neue Haltestellen oder Terminals an der bestehenden Strecke, die durch Bratislava führt, bauen", versicherte Doležal.

https://www.teraz.sk/spravy/rezort-dopra...lanok.html