Anschlussbelebung bei Ostrava (m. 1 Link)
#1
Guten Abend werte Leser,

kleine Bäche bilden den Strom ... - Beitrag vom 22.05. - "Die Cargo Motion hat einen weiteren Anschluss wiederbelebt. Sie möchte mit dem Zug auch Lebensmittel zum Stadtrand von Ostrava bringen".

In Tschechien lebte ein weiterer Anschluss auf, der helfen könnte mehr Waren von Lkw in die Züge zu ziehen. Die Gesellschaft Cargo Motion nahm den Anschluss von der Station  Polanka nad Odrou wieder in Betrieb, der von der Korridorstrecke  an den südlichen Stadtrand Ostravas führt.

Zur Wiederaufnahme des Betriebs kam es nach mehr als einem Viertel Jahrhundert. Seinerzeit diente der z.B. zum Transport von Kartoffeln in die Lager für das ganze Ostravaer Gebiet. Die erste Fahrt fand Ende April statt, ihr ging eine Untersuchung des Anschlusses und die Durchführung der erforderlichen Instandhaltungsmaßnahmen zur Gewährleistung des sicheren Betreibens des Bahnverkehrs voraus. Die Lok der Reihe 711 beförderte Loks der Reihen 700 und 710 zur Reparatur.

Laut Jan Fedor von Cargo Motion wird indes im Anschluss die Wartung und Reparatur von V-Tfz und die reguläre Wartung von Güterwagen durchgeführt. "Zu diesem Zweck ist das Vorhandensein des mit einem Untersuchungskanal ausgerüsteten Lokschuppens auf dem Gelände ein Vorteil," ergänzte Fedor.

Lieber würde er aber den Anschluss und das Gelände auch für die Beförderung einzelner Wagensendungen z.B. einschließlich Lebensmittel nutzen. Es bieten sich auch interessante Verbindungen: in dem ganzen Komplex baut einer der großen Lebensmittel-E-Shops sein "Hinterland"  auf. "Wir glauben, dass es Potential für den Transport von Lebensmitteln auf der Eisenbahn gibt, besonders der haltbaren," ergänzte Fedor. In Tschechien fährt man indessen z.B. Getränke aus Karlsbader Mineralwässern über die Eisenbahn.

Nach Jahren der Abschaffung erleben die Bahnanschlüsse in Tschechien eine Wiederinbetriebnahmewelle, zu großen Teilen ist das wegen der Borkenkäferkalamität. Nur letztes Jahr kam es zur Wiederaufnahme von 6 Anschlüssen. Interesse an der Wiederaufnahme betrachtet der geschäftsführende Direktor des Verbandes der Güter-EVU ŽESNAD als Beweis des Potentials des Schienengüterverkehrs. "Und auch deshalb unterstützten wir gegen den Willen des Verkehrsministeriums eine eigene Novelle des Gesetzes über die Bahnen, die eine größere Entwicklung der Anschlüsse und des Geschäfts unserer Mitglieder ermöglicht," ergänzte Sládek.


Link zu zdopravy

Grüße vom müden und daher zu faul zum Fehlercheck seienden

Prellbock
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#2
In einem Kommentar zum Artikel wird gelästert, dass das Überqueren einer stark befahrenen und nur mit einem Andreaskreuz gesicherten Straße sicher Konfliktpotential in sich birgt. Immer wird da die Polizei nicht herumstehen ...
Gruß aus Weixdorf vom Bahnsteig
Seid nett zueinander  Heart
T
T
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#3
(23.05.2020, 06:39)wxdf schrieb: In einem Kommentar zum Artikel wird gelästert, dass das Überqueren einer stark befahrenen und nur mit einem Andreaskreuz gesicherten Straße sicher Konfliktpotential in sich birgt. Immer wird da die Polizei nicht herumstehen ...

Die paar Güterzüge kann doch sicher auch das Zugperonal oder ein Posten vom Anschlußbetreiber absichern. Aber eigentlich sollte einesich langsam und laut pfeifend dem BÜ nähernde Lok zumindest allen Autofahrer "bei Trost" doch Anzeichen genug sein, anzuhalten. Na gut, die Grenze zu Polen ist nah ...

Übrigens heißt die Bushaltestelle an den Lagerhallen passend noch "Gemüsewaren" (die am "Anschlußbahnhof" weiter südlich "Metallschrott" und "Kiessand") ...

Ahoj
[Bild: auto.gif] erzeugt [Bild: smrt.gif]
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#4
Guten Nachmittag,

also, dass mit dem Vertrauen in den mündigen Bürger am BÜ ziehe ich denn doch in Zweifel. Das ist wie der Begriff der "bewussten Arbeiterklasse" in der DDR zu sehen. Die war dort nämlich auch Mangelware, wenn überhaupt vorhanden.

Ich setze meine Hoffnungen übrigens inzwischen auf die künstliche Intelligenz. Mit der natürlichen sieht es ja oft nicht so überwältigend aus.

Grüße vom

Prellbock
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